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1.4. Begriffs-Definitionen:
 

Cytologie ist die Lehre von den Zellen (cyt, griechisch, die Höhlung, Zelle; logos, griechisch, das Wort, die Rede).

 

Zellen einer akuten lymphatischen Leukämie in der Gehirnflüssigkeit (Liquor).

Cytopathologie im Allgemeinen ist die Lehre von den Krankheiten der Zellen. Rudolf Virchow, Pathologe von 1821-1902 in Berlin, war der Begründer der Zellularpathologie.

Im engeren Sinne ist Cytopathologie die mikroskopische Diagnostik von Krankheiten, im Wesentlichen von Krebs an Zellen, die dem menschlichen Körper unblutig entnommen wurden.

 

Entnahme eines Abstriches von der Wangenschleimhaut mit gestielter Bürste. 

Diagnostik ist die Benennung einer Krankheit, welche durch Ursachen, Entstehungsmechanismen, Verlaufsformen und Symptome gekennzeichnet ist (zum Beispiel Grippe, Lungenentzündung, Lungenkrebs, Herzinfarkt...).

In der Internationalen Klassifikation der Krankheiten
(ICD-10) sind viele tausend verschiedene Krebse aufgelistet und mit Buchstaben und Zahlen kodiert (zum Beispiel Mundkrebs: C06).

DNA Desoxyribonukleinsäure. Die sogenannte Erbsubstanz. Ein Schrauben-förmig gewundenes, sehr langes Riesenmolekül, auf welchem in einem molekularen Code alle Erbinformationen der Lebewesen gespeichert sind.

Einzeller sind neben Bakterien und Viren die kleinsten Lebewesen (zum Beispiel Trichomonaden als Erreger einer Scheiden- oder Harnröhren-Entzündung).

Trichomonaden (Einzeller) in einem Gebärmutterhalsabstrich.

Gene sind Abschnitte auf dem Molekül der Erbsubstanz DNA, auf denen bestimmte Merkmale oder Funktionen des Körpers kodiert sind. Zum Beispiel Augenfarbe: blau, Synthese von Mundspeichel etc..

Gewebe sind aus gleichartigen, spezialisierten Zellen
aufgebaut (zum Beispiel das Plattenepithel der Mundschleimhaut aus abgeplatteten Deckzellen).

Gewebsschnitt vom Muttermund: Übergang normales Flimmerepithel (rechts) zu einem in situ-Karzinom des Plattenepithels (links). 

Histologie ist die Lehre von den Geweben (histos, griechisch, das Gewebe; logos, griechisch, die Lehre).

Histopathologie im Allgemeinen ist die Lehre von den Erkrankungen der Gewebe.

Gewebsschnitt vom Muttermund mit einer unsicheren Krebsvorstufe.
Zellen eines wenig bösartigen Karzinoms der Prostata mit guter Prognose in einem Feinnadelpunktat.

Im engeren Sinne ist Histopathologie die mikroskopische Diagnostik von Krankheiten, im
Wesentlichen von Krebs, an Geweben, die dem Menschen durch Operationen oder Biopsien mit
Skalpellen, Nadeln oder Zangen entnommen worden sind.

Makroskopie bezeichnet alle bildlichen Erscheinungen, welche man mit bloßem Auge erkennen kann. So ist beispielsweise das Blumenkohl-artige Wachstum eines Zungenkrebses makroskopisch sichtbar.

Fortgeschrittener Krebs an der Zungenunterseite.               

Mikroskopie bezeichnet alle mit dem Mikroskop zu erkennenden bildlichen Erscheinungen, zum Beispiel krankhaft veränderte Zellen eines Mundkrebses.

Gefärbter Gewebsschnitt eines Mundkrebses.                        

Pathologie ist die Lehre von den Krankheiten (pathos, griechisch, das Leiden; logos, griechisch, das Wort, die Rede). Pathologen beschäftigen sich vor allem mit der (Früh-)Erkennung von Krankheiten und nicht, wie häufig geglaubt, mit der Aufklärung von Todesursachen oder Mordfällen.

Therapie ist die Behandlung von Krankheiten, in diesem Zusammenhang zum Beispiel die operative Entfernung eines Mundkrebses oder die Bestrahlung von Hodenkrebs.

Zellen sind die kleinsten, für sich lebensfähigen Bausteine der Lebewesen (zum Beispiel die Zellen des Plattenepithels der Mundschleimhaut).

Mikroskopisches Bild von Zellen eines Mundkrebses.           
 
 

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