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8.2. Gallengangskrebs

1. Sinnvolle Anwendungen (Indikationen):

Abklärung des Verdachtes auf ein Gallengangskarzinom

2. Materialgewinnung:

• Bei Nachweis eines Knotens (Raumforderung) Computertomographie- (CT) oder endosonographisch gezielte Feinnadelaspirationsbiopsie (FNAB)

• Bei den Gallengang verlegenden (stenosierenden) Prozessen entweder Absaugen von Galleflüssigkeit mittels Katheter oder gezielte Bürstung im Rahmen einer Magen- Darm-Spiegelung (Gastro- Duodenoskopie)

3. Komplikationen:

4. Unterscheidbare Krankheiten:

• Akute und chronische Formen der Gallengangsentzündung (Cholangitis)
• Adenome
• Karzinome

5. Treffsicherheiten:

Autoren Sensitivität Spezifität
Yeaton et al., 1993 95% 100%
Vadmal et al., 2000 76% 100%
Govil et al., 2002 68% 100%



6. Klinische Bedeutung:

Wenig invasive schnelle und preiswerte Methode zur Frühdiagnose von Karzinomen der Gallengänge (insbesondere bei sklerosierender Cholangitis)

7. Hilfsmethoden:

DNA-Zytometrie zur Abklärung krebsverdächtiger Zellen, beziehungsweise von Dysplasien

8. Abbildungen:

 
Bürstung des Ductus Wirsungianus mit normalen Gallengangsepithelien.
Gallengangsbürstung mit normalen, etwas degenerativ veränderten Gallengangsepithelien.
Sekret des Ductus Wirsungianus bei ductalem Adenokarzinom des Pankreas.
Gallengangsbürstung bei wenig differenziertem Adenokarzinom.

 

 
 

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