| 9.3.
Gesundheitsökonomische Relevanz der Cytopathologie: 1. Ökonomische Vorteile für Patienten ▪ Ambulant durchführbar, so dass kaum Arbeitsausfall entsteht. ▪ Bei Bestätigung des Krebsverdachts Verkürzung der Liegezeiten im Krankenhaus, da die Cytopathologie schneller eine gezielte Diagnostik und weitere Therapie erlaubt. ▪ Cytologische Diagnosen sind in der Regel um anderthalb Tage früher verfügbar, als vergleichbare histologische (Schönnenbeck et al., 2004). 2. Ökonomische Vorteile für Krankenkassen ▪ Verkürzung der Liegezeiten im Krankenhaus um mehrere Tage (wegen einer Weichen-stellenden cytologischen Vorfelddiagnostik). ▪ Verminderung der Zahl unnötiger diagnostischer Operationen wie Thorakoskopie, Mediastinoskopie, Laparaskopie und Probeexzisionen, wenn Gutartigkeit cytologisch oder radiologisch zweifelsfrei bewiesen ist oder eine operative beziehungsweise cytostatische Therapie möglich ist. ▪ Verminderung der Zahl kostspieliger bildgebender (diagnostischer) Verfahren
▪ Verringerung Biopsie-assoziierter Kosten (für Anästhesie, Naht, Antibiotika und Nachkontrolle) (siehe Tabellen 7 und 8). ▪ Verminderung der Zahl kostspieliger operativer und diagnostischen Komplikationen (durch komplikationsärmere cytologische Diagnostik). 3. Ökonomische Vorteile für Krankenhäuser ▪ Effektivere Nutzung der OP's (durch Diagnose-spezifischere Einsatzplanung von Personal, Geräten und Räumen im Gefolge nicht operativer Vorfelddiagnostik). ▪ Einsparung teurer Überwachungstechnologien (zum Beispiel Monitoring des Nervus facialis bei Speicheldrüsenoperationen). ▪ Verkürzung der Liegezeiten (siehe oben), auch durch schnellere Verfügbarkeit Cytologischer Diagnosen. ▪ Verminderung der Zahl teurer bildgebender radiologischer Verfahren (siehe oben). ▪ Verminderung der Zahl kostspieliger Probebiopsien (Stanz- oder Knipsbiopsien). ▪ Verminderung der Zahl kostspieliger diagnostischer und operativer Komplikationen. ▪ Verminderung der Zahl kostspieliger diagnostischer Operationen (siehe oben). |