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8.5. Hornhaut / Bindehautkrebs

1. Sinnvolle Anwendungen (Indikationen):

• Abklärung tumorverdächtiger Flecken der Horn- oder Bindehaut des Auges zum Ausschluss von Krebs
• Therapie-Monitoring bei epibulären malignen Tumoren

2. Materialgewinnung:

• Abstrich mit einer Miniaturbürste (zum Beispiel Cyto-brushR) unter örtlicher Betäubung mit Xylokain-Tropfen
• Ausstrich auf Glasobjektträgern und sofortiger alkoholischer Präfixation (zum Beispiel Merckofix®)

Hier eine Anleitung zur Abstrichentnahme und Ausstrichanfertigung

3. Komplikationen:

Extrem selten (Erosionen, Infektionen)

4. Unterscheidbare Krankheiten:

Virus-Infekte (zum Beispiel Herpes, HPV, Cytomegalie)
Gutartige Tumoren (zum Beispiel Nävuszellnävus)
Krebsvorstufen (Dysplasien, Melanosen)
Bösartige Tumoren (Plattenepithelkarzinome, maligne Melanome)

5. Treffsicherheiten:

Sensitivität: 100 % (Kersten et al., 1998; Kersten et al., 1998;
Nadjari et al., 1999 und 2001; Cartsburg et al.; 2001)
Spezifität: 100 % (Kersten et al., 1998; Nadjari et al., 1999 und 2001; Cartsburg et al., 2001)

6. Klinische Bedeutung:

• Preiswertes, schmerzfreies, komplikationsarmes, treffsicheres Verfahren zur Abklärung eines Krebsverdachtes an Horn- oder Bindehaut des Auges

• Schonendes Verfahren zur Kontrolle des Therapie-Erfolges nach Zytostatika oder Bestrahlung von Tumoren

7. Hilfsmethoden:

DNA-Bildcytometrie zur Abklärung zweifelhafter cytologischer Befunde und zum Therapie-Monitoring nach Bestrahlung oder Zytostatika (Rezidiv-Diagnostik: Nadjari et al., 1999)

Immuncytochemie zur sicheren Identifikation von Tumoren (Melanome, Nävuszellnävi und erworbenen Melanosen)

8.Abbildungen:

Abstrich von normaler Kornea.
Korneaabstrich bei HPV-Infekt.
Korneaabstrich bei Carcinoma in situ des Plattenepithels.        

 

 
 

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