| 6.1. Präventive Cytodiagnostik Die Cytologische Krebsdiagnostik kommt auch ohne einen konkreten Krankheits-Verdacht, sozusagen vorsorglich (präventiv) zur Anwendung (Tabelle 5). Krebs-Vorsorge (Krebs-Früherkennung): So kann man bei häufigen Krebsarten, wie dem Gebärmutterhalskrebs oder dem Lungenkrebs bei bestimmten Risikogruppen (zum Beispiel Frauen im geschlechtsreifen Alter, Asbestarbeiter oder Raucher) vorsorglich Zellen vom Gebärmutterhals oder aus der Lunge untersuchen. Diese Methode zur Krebs-Früherkennung nennt man Vorsorge-Cytologie. Sie wird beispielsweise für den Muttermund bei Frauen ab zwanzig Jahren einmal jährlich von den gesetzlichen Krankenversicherungen bezahlt.
Für ehemalige Arbeiter in der Asbest-verarbeitenden Industrie bezahlen einige Berufsgenossenschaften mittlerweile eine jährliche vorsorgliche Untersuchung des Sputums (Auswurf) auf Lungenkrebs. Ein anderes Beispiel sind regelmäßige cytologische Untersuchungen des Urins bei Arbeitern in der Farbenindustrie (Anilin-Farben). Diese haben oft ein erhöhtes Risiko für die Entstehung von Harnblasenkarzinomen.
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| 6.1.1. Krebs-Vorsorge (Krebs-Früherkennung) | ||||||