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5.6.1. Virus-Nachweis

Der Nachweis bestimmter Viren in menschlichen Zellen gelingt auch durch DNA-In-situ-Hybridisierung.
Ist eine Farbstoff-markierte DNA-Sonde zum Beispiel komplementär zur DNA eines HPV-Virus und bindet sie in einzelnen infizierten Zellkernen an dortige virale DNA, so kann man daraus schließen, dass diese Zellen mit dem Virus infiziert sind.

 
Immunzytochemischer Nachweis von HPV-Viren in einem Gebärmutterhals-Abstrich.


Bei der DNA-in-situ-Hybridisierung lässt man auf einen bestimmten nachzuweisenden DNA- oder Chromosomenabschnitt eine farblich markierte komplementäre Sequenz, die sogenannte DNA-Sonde einwirken. Nur wenn die gesuchte Zielsequenz der DNA vorhanden ist, bindet sich die gefärbte Sonde daran. Nicht gebundene Sonden werden ausgewaschen. Eine Farbmarkierung im Kern bedeutet, dass der gesuchte DNA-Abschnitt darin vorhanden ist.


Die Methode nutzt die Eigenschaft der DNA eine Doppelhelix aus zwei zueinander passenden Einzelsträngen zu bilden. Dabei gehen immer zwei Purinbasen eine durch Wasserstoffbrücken vermittelte lockere Verbindung ein. Bietet man einem DNA-Einzelstrang (er wird durch Erhitzung aus dem Doppelstrang erzeugt) einen von der Basenpaarung her komplementären, das heißt zu ihm passenden DNA-Strang an, so gehen diese beiden eine lockere Verbindung miteinander ein.

 
 

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