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10.5. Warum ist die cytopathologische Krebsdiagnostik nicht weiter verbreitet?

Obwohl sie eine Vielzahl von Vorteilen bietet, wird die cytologische Krebsdiagnostik in Deutschland nur unzureichend genutzt. Ein wesentlicher Grund hierfür sind die deutschen Gebührenordnungen für Ärzte durch die das Verfahren, trotz seiner ökonomischen Vorteile, bisher schlechter gestellt ist als die operative oder bioptische Diagnostik.

Außerdem ist die Personalsituation desolat; eine entsprechende Ausbildung dringend benötigter Cytologisch-Technischer Assistenten (CTAs) ist hierzulande nicht mehr möglich, da aufgrund politischer Entscheidungen alle existenten Schulen für Cytologie-Assistentinnen kürzlich geschlossen worden sind.

In Bälde werden mehrmonatige Nachschulungen von Medizinisch-Technischen Assistentinnen in zytopathologischer Krebsdiagnostik von einer neu gegründeten Fortbildungsakademie der deutschen Gesellschaft für Pathologie und des Berufsverbandes Deutscher Pathologen angeboten.

Pathologen werden die zeitintensive cytologische Diagnostik nur dann breiter anbieten und sich entsprechend spezialisieren, wenn die Nachfrage durch Patienten
und Ärzte steigt und die Zelldiagnostik im gleichen Umfang wie die Gewebediagnostik entlohnt wird.

 
 

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