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10.4. Was kann die Cytopathologische Krebsdiagnostik nicht?

Die cytopathologische Krebsdiagnostik ersetzt nicht generell die histopathologische Diagnostik.

Die cytopathologische Untersuchung ersetzt nicht die feingewebliche Untersuchung operativ entfernterTumoren. Jeder operable Krebs muss vollständig entfernt und histologisch (feingeweblich) untersucht werden.

Nur im Bereich der probenweisen Gewebsentnahme (Biopsie-Diagnostik) macht die Cytologie der Histologie gelegentlich Konkurrenz (zum Beispiel in der Prostata, Schilddrüse, Mundschleimhaut).

Die Cytopathologie kann in der Regel keine Aussagen zum Ausbreitungsstand des Tumors machen (Staging).

Bei einer exakten feingeweblichen Typisierung mancher Tumoren, zum Beispiel der malignen Lymphome oder der Schilddrüsenkarzinome, zeigt die
cytopathologische Diagnostik Schwächen. Dies ist immer dann relevant, wenn
der Tumor nach seiner cytologischen Diagnostik so wie so operativ entfernt wird. Die genaue histologische Klassifikation erfolgt dann am Operations-Präparat (zum Beispiel in der Schilddrüse, den Speicheldrüsen oder der Brustdrüse). In anderen Organen (zum Beispiel der Lunge oder beim Bauchspeicheldrüsenkrebs), reicht die Klassifikationsgenauigkeit der cytologischen Diagnostik aber meist aus, um eine richtige Entscheidung über die einzuschlagende Therapie zu treffen, selbst wenn diese eine operative Entfernung des Tumors nicht vorsieht (zum Beispiel beim kleinzelligen Bronchialkarzinom oder dem neuroendokrinen Karzinom der Bauchspeicheldrüse).

Da der Cytopathologe gegebenenfalls auftretende Unsicherheiten bei der Tumortypisierung benennt, kann in diesen Fällen eine Gewebsentnahme nachgeholt werden.

 
 

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