| 10.2. Welche Vorteile
hat die cytopathologische Krebsdiagnostik? 1. Sie erfordert keine schmerzhaften, blutigen Gewebsentnahmen durch Biopsien oder Operationen. Die Zellentnahme ist in der Regel schmerzfrei, unblutig und ohne Komplikationen. 2. Sie ist preiswerter, weil bisher der Pathologe dafür weniger entlohnt wird als für die Untersuchung einer Gewebsprobe und weil Kosten für Narkose beziehungsweise Haut-Lokalanästhesie, OP-Benutzung, Nahtmaterial, Wunddesinfektion und Nachkontrolle entfallen. 3. Sie hilft oft unnötige Operationen zu vermeiden, indem sie entweder
klärt, dass gar kein Krebs vorliegt (zum Beispiel bei über 90 Prozent der
Schilddrüsenknoten) 4. Da manche Zusatzmethoden der Krebsdiagnostik (DNA-Bildcytometrie, AgNOR-Analyse, DNA-in-situ-Hybridisierung, Polymerase-Chain-Reaction) sich an ganzen, erhaltenen Zellen einfacher und genauer durchführen lassen als an Gewebsproben, könnten sie hierbei erfolgreicher eingesetzt werden. 5. Da cytologische Diagnosen in der Regel um anderthalb Tage früher vorliegen (nach 1 - 3 Tagen) als histologische, werden ängstigende und teure Wartezeiten gespart (Schönnenbeck et a., 2003). 6. Da bei Vorliegen cytologischer Diagnosen vor Operationen diese genauer geplant werden können, können Kosten unter Unständen im Operationssaal eingespart oder ganz vermieden werden. |