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2.3. Wie entsteht Krebs?

Alle oben genannten Krebsursachen verändern die Erbsubstanz DNS an denjenigen Genen, die für Wachstum (Proliferation) oder Ausreifung (=Differenzierung) von Zellen zuständig sind. Jene, die das Wachstum von Zellen fördern heißen Onkogene, solche, die das Wachstum hemmen heißen Supressorgene.

Die Onkogene haben im gesunden Organismus normalerweise benötigte Aufgaben (Embryonalentwicklung, Wundheilung, Gewebeersatz). Dabei werden sie aber nur für kurze Zeit aktiv um dann wieder abgeschaltet zu werden, wenn die betreffenden Aufgaben (zum Beispiel die Heilung einer Wunde) erledigt sind.

Narbenkeloid der Haut, abzugrenzen von einer hypertrophen Narbe. 

Werden Onkogene durch die oben genannten Einflüsse für immer angeschaltet (aktiviert), so bewirken sie ein krebsiges Wachstum von Zellen. Werden Supressorgene durch diese Einflüsse dauerhaft abgeschaltet (inaktiviert), so bewirken sie ebenfalls ein krebsiges Wachstum.

Eine relativ harmlose Form des Hautkrebses, sofern frühzeitig erkannt und entfernt: das Basaliom. Quelle: Prof. Dr. Rusicka, Universitätshautklinik Düsseldorf.

Krebs ist also immer durch Mutationen von meist mehreren Onkogenen und / oder Supressorgenen verursacht.

Krebs kann auch durch Gewinn oder Verlust von Chromosomenabschnitten oder ganzen Chromosomen (chromosomale Aneuploidie) verursacht werden (Duisberg et al., 2003).

 
 

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