| 2.4. Wie entwickelt sich Krebs?
Die meisten Krebse entstehen zunächst in einer einzigen Zelle. Diese vermehrt
sich dann endlos und bildet einen sogenannten Zellklon. Daher sind fast alle
Krebse monoklonalen Ursprungs.
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Zellen eines Harnbblasenkarzinoms aus dem Urin.
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Schon an einzelnen krankhaft veränderten Zellen kann man im Prinzip
mikroskopisch sicher Krebs diagnostizieren (= cytologische Krebsdiagnostik).
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Zwei Zellen eines Lungenkrebses (links
unten) neben zwei normalen Flimmerepithelien der Bronchialschleimhaut
(rechts oben) im Sputum.
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Nach etwa fünf Jahren hat eine solche krankhafte, bösartige Zellvermehrung einen
wenige Millimeter großen Gewebeabschnitt befallen. In den Schleimhäuten heißt
dieses Stadium "Carcinoma in situ". Erst jetzt kann man den Krebs feingeweblich
(histologisch) im Mikroskop erkennen (= histologische Krebsdiagnostik).
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Gewebsschnitt vom Muttermund: Übergang normales Flimmerepithel (rechts)
zu einem in situ-Karzinom des Plattenepithels (links).
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Nach weiteren etwa drei Jahren der Vermehrung von Krebszellen, zum Beispiel in
Schleimhäuten, durchbrechen diese die tapetenartige Unterlage auf der sie
wachsen (Basalmembran) und dringen in das darunter liegende Bindegewebe ein
(Invasion).
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Gewebsschnitt von einem frühen Krebs des
Muttermundes (dunkelblau), der soeben beginnt in das unterliegende
Bindegewebe einzuwachsen.
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Innerhalb von wenigen Monaten kann es dann zum Einbruch von Krebszellen in Blut-
oder Lymphgefäße kommen (Lymphangiosis carcinomatosa). Damit können
Krebszellen an andere Stellen des Körpers verschleppt werden und dort zu
Tochtergeschwülsten (Metastasen) heranwachsen
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Gewebsschnitt von einem Krebs des
Muttermundes (dunkelblau) in einem späteren Stadium. Dieser ist bereits
1,5 cm tief in das umliegende Gewebe eingewachsen.
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Am Ort des Entstehens vergrößert sich der Krebs und kann die Funktion seines
Mutterorgans stören (Organversagen) oder in Nachbarorgane und Blutgefäße
einwachsen.
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Tochtergeschwülste (Metastasen) eines
Lungenkrebses in der Leber.
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