| 5.1. Zellfärbungen
(Lichtmikroskopie): Um menschliche Zellen im
Lichtmikroskop betrachten zu können muss man sie zunächst anfärben.
Ungefärbt ist an ihnen wenig zu erkennen. Vor allem der Zellkern, welcher
die Erbsubstanz DNA enthält und das ihn umgebende Zytoplasma, müssen
farblich unterschiedlich dargestellt werden.
Zu dieser "Basisdiagnostik" bedient man sich verschiedener Pflanzenfarbstoffe, wie dem blauen Hämatoxylin für den Zellkern oder dem roten Eosin für das Cytoplasma. In der Zelldiagnostik wird überwiegend eine von George Papanicolaou entwickelte Färbetechnik verwendet. Zum Anfärben von Zellen des Blutes und der Lymphknoten eignet sich dagegen die sogenannte Pappenheim-Farbstoffkombination (= May-Grünwald-Giemsa Färbung).
Mit Spezialfärbungen lassen sich bestimmte Zellbestandteile anfärben. Zum Beispiel mit Sudan-Rot Fetttröpfchen, oder mit Pararosanilin das Speicher-Kohlenhydrat der Zellen, Glykogen usw. Im Wesentlichen werden durch diese Farbstoffe verschiedene Zellstrukturen sichtbar gemacht, nicht aber funktionell bedeutsame Moleküle (siehe ImmunCytochemie). Konventionelle Färbungen dieser Art stellen immer den ersten Schritt der diagnostischen Cytopathologie dar. Bleiben dann noch Fragen offen, können die folgenden Zusatzverfahren angewendet werden: |
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