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Wie funktioniert Cytopathologie?

Nachdem der Cytopathologe die Zellprobe eines Patienten erhalten hat, wird sie zunächst gefärbt und dann unter dem Mikroskop untersucht. Bei diesem seit gut fünfzig Jahren bewährten Verfahren kann der Arzt oft bereits mit bloßem Auge erkennen, ob die Zellen Anzeichen einer Krebserkrankung aufweisen. Die Cytopathologie hat jedoch zusätzlich eine ganze Reihe zum Teil computergestützter Verfahren entwickelt, welche die Diagnose sicherer machen. So wird bei der sogenannten DNA-Bildcytometrie durch die Messung der Erbsubstanz (DNA) in den Zellkernen festgestellt, ob überhaupt eine bösartige Veränderung vorliegt und ggf. wie bösartig sie ist. Die Immuncytochemie hilft den Tumortyp exakt zu bestimmen. Mit der DNA-in-situ-Hybridisierung und der AgNOR-Analyse können in manchen Organen sogar wenige Dutzend Krebszellen sicher erkannt werden.

Am Ende seiner Untersuchung teilt der Cytopathologe Ihrem behandelnden Arzt sein Ergebnis mit. Hat er Krebs entdeckt, wird er eventuell zu einer Operation raten - die genaue Einordnung des Krebses und seiner Bösartigkeit helfen, die Risiken abzuwägen. Häufig, bei Verdacht auf Schilddrüsenkrebs beispielsweise in    86 % aller zytologisch untersuchter Fälle, erweist sich aber eine Operation als nicht notwendig.

Institut für Cytopathologie des Universitätsklinikums Düsseldorf.
Univ. Prof. Dr. med. Alfred Böcking, Direktor des Instituts für Cytopathologie am Universitätsklinikum Düsseldorf.
Medizinisch-Technische Assistentin (MTA) bei der mikroskopischen Durchsicht zellhaltiger Präparate.

Arbeitsplatz für Immunzytochemie.

MMZA-Workstation zur computergestützten zytologischen Krebsdiagnostik.

Hier finden Sie Beschreibungen der Untersuchungsmethoden.

 
 
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